⭐⭐⭐⭐ (Apple TV+)
Passt eine Serie über den Zweiten Weltkrieg, die die alliierten Soldaten heroisiert, noch in die heutige Zeit? Eher nicht. Und doch ist «Masters of the Air» nicht so aus der Zeit gefallen, wie man auf den ersten Blick meinen könnte.
Sicher – dahinter steckt Steven Spielberg als Produzent. Da weiss man, was einen erwartet, weil er mit «Saving Private Ryan», «Band of Brothers» und «The Pacific» eine ganze Reihe von Produktionen zu heldenhaften Soldaten im Zweiten Weltkrieg produziert hat.
«Masters of the Air» reiht sich hier reibungslos ein. Es ist dieselbe Mischung von brutalem Realismus, wie Kampf, Leiden und Tod geschildert werden, und der bewundernden Inszenierung für den Heldenmut und die Opferbereitschaft von jungen Soldaten.
Zwar erreicht diese Geschichte über ein US-amerikanisches Bombergeschwader, das von England aus Nazi-Deutschland angreift, nicht die emotionale Intensität wie die Vorläufer. Aber die historisch sehr akkurat geschilderten Erlebnisse der Fliegercrews nehmen einen durchaus mit.
«Man darf diese Generation nicht vergessen», heisst es einmal in der zur Serie gehörigen Dokumentation. Und wenn man da diesen Männern zugehört hat, lässt man das gelten. Von daher hat «Masters of the Air» seine Berechtigung, auch wenn der Unterton kritischer, nachdenklicher sein dürfte.
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