⭐⭐⭐ (Netflix)
Man muss der romantischen Serie «One Day» eines zugutehalten. Sie hebt sich erfrischend ab von den üblichen Liebesschmonzetten meist US-amerikanischer Herkunft, die nach dem ewig gleichen Muster gestrickt sind.
Der erzählerische Trick, über knapp zwei Jahrzehnte die Beziehung zwischen Emma und Dexter jeweils am selben Tag im Jahr zu schildern, ist dabei am unbedeutendsten.
Die beiden lernen sich 1988 am Abschlussfest der Uni kennen. Emma ist eine eher unscheinbare junge Frau. Dexter dagegen ist der Schönling, dem die Frauen zu Füssen liegen.
Klar, dass sich das ungleiche Paar näher kommt, aber sie werden nur beste Freunde – vorerst. Es dauert Jahre, bis sie sich eingestehen, was wir von Anfang an wissen: Sie sind füreinander geschaffen. Nur ein Happy End gibt es dennoch nicht.
Dass sich die Geschichte zur Tragödie entwickelt, ist auch ein Pluspunkt. Wäre da nicht der mehr pathetische Schluss, der zu fest auf die Tränendrüse drückt. Zudem greift «One Day» auf zu viele Klischees zurück. Von der Mutter, die an Krebs stirbt, über den Ehebruch mit dem besten Freund bis zur Liebeserklärung in Paris.
Die Geschichte von Emma und Dexter hat viele gute Momente, erfüllt am Ende die Erwartungen an eine wirklich gelungene Romanze bedauerlicherweise doch nicht ganz.
Read More