⭐⭐⭐⭐ (Apple TV+)
Wie wäre mein Leben verlaufen, wenn ich mich damals anders entschieden hätte? Wenn es doch nur eine Maschine gäbe, die mir dieses andere Leben zeigen könnte. Das habe ich mir schon oft gewünscht. Bis jetzt.
«Dark Matter» hat mir diese Fantasie gehörig vergällt. Jason Dessen hat so eine Maschine erfunden. Es ist ein Kubus, der einem die Türen ins Multiversum öffnet. Jason benutzt diesen Kubus, um in eine Welt zu reisen, in der er einen anderen Lebensweg beschritten hat.
Statt genialer Forscher ist er in diesem Leben ein bescheidener Physiklehrer. Dafür hat er die Liebe seines Lebens geheiratet und mit ihr eine Familie. Allerdings muss Jason den Jason aus dieser Welt loswerden. Er schickt ihn deshalb in seine ursprüngliche Welt zurück.
Doch wie Jason feststellen muss, ist es gar nicht so einfach, ins Leben seines anderen Ichs zu schlüpfen. Für den anderen Jason beginnt dagegen eine Odyssee. Nachdem er langsam begriffen hat, was passiert ist, versucht er verzweifelt in seine Welt zurückzukommen.
«Dark Matter» spielt geschickt mit den Möglichkeiten eines Multiversums. Das hält einen bei Laune. Aber es dauert doch zu lange, bis es zu dem Moment kommt, der unweigerlich kommen muss: dem Showdown zwischen den beiden Jasons. Diese letzte Episode entschädigt auch etwas für die Überlängen der Geschichte davor.
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