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Monsieur Spade (Mini-Serie) – Clive Owen auf den Spuren von Humphrey Bogart

Monsieur Spade (Mini-Serie) – Clive Owen auf den Spuren von Humphrey Bogart

7p8mr6. Juli 2024

⭐⭐⭐⭐ (Canal+)

Üblicherweise verzeihe ich einer Serie nicht, wenn die Story – hier vor allem der Kriminalfall – nicht sauber erzählt und aufgelöst wird. «Monsieur Spade» verzeihe ich das.

Das liegt an der Atmosphäre, die die Serie erzeugt. Es beginnt mit dem Soundtrack, der mit seinen Trompetenklängen unweigerlich Schwarzweissbilder im Kopf hervorruft von Schlapphüten, Trenchcoats und von verregneten Strassen in einer Grossstadt.

Es geht weiter mit einer traurigen und doch schönen Liebesgeschichte, mit einem malerischen Städtchen in Frankreich und dessen Bewohner:innen, die mit den Folgen des Algerienkriegs konfrontiert werden und der Schmach für Frankreich.

In diesem Umfeld wird der ehemalige Privatdetektiv Sam Spade in einen undurchsichtigen Fall hineingezogen, bei dem es um ermordete Nonnen, Geheimdienste und einen Jungen geht mit aussergewöhnlichen Fähigkeiten.

Die Auflösung dieser Rätsel ist ziemlich abstrus und der Schwachpunkt der Serie. Aber dafür entschädigen die vielen anderen Geschichten, die sich rundherum abspielen und eigentlich viel interessanter sind.

Clive Owen schlägt sich zudem sehr gut als Sam Spade, der eigentlich in Rente ist. Könnte gut sein, dass er nicht zum letzten Mal in dieser Rolle zu sehen war.

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Mindblow (Staffel 1) – Wie Mäge die Zeitachsen durcheinander wirbelt

Mindblow (Staffel 1) – Wie Mäge die Zeitachsen durcheinander wirbelt

7p8mr2. Mai 2024

⭐⭐⭐⭐ (Play Suisse)

Fangen wir mit dem an, was ganz schlimm ist in der neuen SRF-Serie «Mindblow»: Mäge. Wie zur Hölle kann sich jemand einen solchen Spitznamen ausdenken, geschweige denn gefallen lassen? Tiefstes helvetisches Mittelland halt, was aber nur in Sachen Namensgebung voll schräg einfährt.

Denn sonst passt die Doppeleinfamilienhaus-Atmosphäre irgendwo im Umland von Zürich perfekt zu den drei Nichtmehrganz-Teenies Markus aka Mäge, Eva und Robin. Das Trio hat eine Band und träumt von der grossen Musikkarriere. Aber daraus wird nichts.

Mäge versagt beim Auftritt in der Castingshow «MusicStar». «Du hast’s mega verkackt», stellt Sandra trocken fest. Sie ist als Evas Schulfreundin die Vierte im Bunde. Aber Sandra aka Sandy lächelt dabei, weil sie Mäge mag. Er lächelt zurück.

20 Jahre später sind die beiden ein Paar. Nur lächeln sie nicht mehr. Mäges MusicStar-Auftritt hat ihm das Leben versaut. Weil er aber die Gelegenheit erhält, per SMS mit der Vergangenheit zu kommunizieren, ändert sich sein Leben radikal.

«Mindblow» unterhält sehr gefällig als witzige Feelgood-Serie mit einem hübschen Sci-Fi-Twist. Man beginnt die vier Ex-Teenies zu mögen und würde ihnen ein bisschen Glück von Herzen gönnen. Aber jeder Anlauf, den sie nehmen, endet im Desaster. Bis sie herausfinden, worauf es wirklich ankommt in ihrem Leben.

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Mary & George (Staffel 1) – Die machthungrige Mutter und der lüsterne König

Mary & George (Staffel 1) – Die machthungrige Mutter und der lüsterne König

7p8mr10. April 2024

⭐⭐⭐ (Sky Show)

Was für ein skurriler Plot. Eine Mutter schickt ihren Sohn zur Ausbildung nach Frankreich, damit er dort lernt, wie er dem englischen König als Lustobjekt dienen kann. Das Faszinierende daran: Die Geschichte, die «Mary & George» erzählt, ist (grösstenteils) wahr.

Sowohl Mary Villiers wie ihr Sohn George sind historisch verbürgte Figuren und haben als Countess und Duke of Buckingham Eingang in die Geschichtsbücher gefunden. Der König, dessen Gunst sie erwerben wollen, ist James I (Tony Curran), der erste britische Monarch aus dem Hause Stuart.

Verschiedene Hindernisse gilt es aus dem Weg zu räumen, damit George zum Schlafgemach seiner Majestät Zugang erhält. Mary ist dabei wenig zimperlich, scheut keine Intrige und schreckt auch vor Mord nicht zurück.

Dieser erste Teil der Serie ist zwar notwendig zur Etablierung der Figuren, aber zu eintönig und repetitiv. Spannend wird es erst im zweiten Teil, als George vom Loverboy zum Berater des Königs aufsteigt. Das führt auch zum Zerwürfnis zwischen Mutter und Sohn.

Die folgenden Ränkespiele halten einen bei Laune. Nicht zuletzt dank Julianne Moore als Mary Villiers, die in jeder Einstellung überzeugt. Aber der Blick durchs Schlüsselloch in die verschiedensten Schlafzimmer, den die Serie gerne und immer wieder wählt, ist gesamthaft zu aufdringlich. Die vielen historischen Ereignisse, die die Serie aufgreift, kommen zu kurz.

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Masters of the Air (Mini-Serie) – Sie waren Helden. Aber passt das in die heutige Zeit?

Masters of the Air (Mini-Serie) – Sie waren Helden. Aber passt das in die heutige Zeit?

7p8mr28. März 2024

⭐⭐⭐⭐ (Apple TV+)

Passt eine Serie über den Zweiten Weltkrieg, die die alliierten Soldaten heroisiert, noch in die heutige Zeit? Eher nicht. Und doch ist «Masters of the Air» nicht so aus der Zeit gefallen, wie man auf den ersten Blick meinen könnte.

Sicher – dahinter steckt Steven Spielberg als Produzent. Da weiss man, was einen erwartet, weil er mit «Saving Private Ryan», «Band of Brothers» und «The Pacific» eine ganze Reihe von Produktionen zu heldenhaften Soldaten im Zweiten Weltkrieg produziert hat.

«Masters of the Air» reiht sich hier reibungslos ein. Es ist dieselbe Mischung von brutalem Realismus, wie Kampf, Leiden und Tod geschildert werden, und der bewundernden Inszenierung für den Heldenmut und die Opferbereitschaft von jungen Soldaten.

Zwar erreicht diese Geschichte über ein US-amerikanisches Bombergeschwader, das von England aus Nazi-Deutschland angreift, nicht die emotionale Intensität wie die Vorläufer. Aber die historisch sehr akkurat geschilderten Erlebnisse der Fliegercrews nehmen einen durchaus mit.

«Man darf diese Generation nicht vergessen», heisst es einmal in der zur Serie gehörigen Dokumentation. Und wenn man da diesen Männern zugehört hat, lässt man das gelten. Von daher hat «Masters of the Air» seine Berechtigung, auch wenn der Unterton kritischer, nachdenklicher sein dürfte.

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Mr. & Mrs. Smith (Staffel 1) – Paartherapie in mörderischem Arbeitsumfeld

Mr. & Mrs. Smith (Staffel 1) – Paartherapie in mörderischem Arbeitsumfeld

7p8mr6. März 2024

⭐⭐ (Prime Video)

Ich hätte ja drei Sterne gegeben für diese Krimiserie, wenn sie nicht mit einem unsäglichen Cliffhanger enden würde. Es ist eines dieser Enden, das nach einer zweiten Staffel schreit, weil es mitten im Finale aufhört.

Hätte die Serie mehr Vertrauen in ihre Geschichte und die Figuren, hätte sie das nicht nötig. So scheinen die Macher:innen aber selber unsicher, wie fesselnd die Story von «Mr. & Mrs. Smith» ist. Aus meiner Sicht ist die Antwort klar: weit entfernt von fesselnd, dafür langfädig und repetitiv.

Dabei ist die Ausgangslage interessant: John Smith und Jane Smith heissen erstens nicht wirklich so und sind zweitens auch kein richtiges Ehepaar. Ihre Ehe ist nur Tarnung, denn die beiden arbeiten als Auftragskiller für eine Firma.

Noch mehr als der Film mit Brad Pitt und Angelina Jolie von 2005 fokussiert die Serie auf die Beziehungsprobleme, die sich zwischen John und Jane entwickeln.

Doch was witzig sein sollte und könnte, ergiesst sich in endlose Dialoge und Therapiesessionen, die nur Langeweile verbreiten. Da helfen auch die vielen Stargäste, u.a. John Turturro und Ron Perlman, nicht.

Man muss Donald Glover als Showcreator zugutehalten, dass er nicht nur eine überlange Version des Films produziert hat. Aber die Serie hat zu wenig Witz und Action, als dass sie einen packen würde.

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Monarch: Legacy of Monsters (Staffel 1) – Der wahre Titan ist Kurt Russell

Monarch: Legacy of Monsters (Staffel 1) – Der wahre Titan ist Kurt Russell

7p8mr24. Januar 2024

⭐⭐⭐ (Apple TV+)

Zwei Dinge gibt es zu entdecken in «Monarch: Legacy of Monsters»: Dass Wyatt Russell seinem Vater Kurt vor allem um die Kinnpartie herum sehr ähnelt. Und dass es eine Monster-Franchise rund um Godzilla und Co. gibt, die umfangsmässig Marvel, DC oder Star Wars in nichts nachsteht.

Zugegeben, die Godzilla-Franchise ist einfach an mir vorbeigegangen. Andere haben die Filmreihe in ihren verschiedensten Ausprägungen sicher intensiver verfolgt. «Monarch» gehört zur so genannten MonsterVerse-Reihe, die bislang drei Filme umfasst.

Was besonders auffällt bei der Serie: Monster machen sich ziemlich rar. Die Auftritte lassen sich an zwei Händen abzählen und summieren sich auf vielleicht 15 Minuten Bildschirmpräsenz. Das ist eine schlechte Nachricht für Fans von Titanenduellen à la Godzilla vs King Kong. Aber es ist kein Minuspunkt für die Serie.

«Monarch» erzählt eine andere Geschichte. Es ist eigentlich eine Familiengeschichte über Menschen, die in den Bannkreis der Titanen gezogen wurden. Dabei finden zwei Geschwister heraus, wie ihre Familie mit der Entdeckung und Erforschung der Titanen verquickt ist.

Diese Spurensuche in der ersten Staffel ist durchaus unterhaltsam. Allerdings ist die Story nicht so überzeugend, dass man eine zweite Staffel, die am Schluss angedeutet wird, unbedingt sehen möchte. Wenn die beiden Russells wieder mitmachen – dann allerdings schon.

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A Murder at the End of the World (Mini-Serie) – Interessant, aber zu langfädig

A Murder at the End of the World (Mini-Serie) – Interessant, aber zu langfädig

7p8mr5. Januar 2024

⭐⭐⭐ (Disney+)

Brit Marling und Zal Batmanglij, die für «A Murder at the End of the World» verantwortlich zeichnen, sind keine Unbekannten. Sie schrieben und produzierten die Mysteryserie «The OA», die 2016 bis 2019 über zwei Staffeln lief. Die Serie wurde von Netflix abgesetzt, obwohl die Geschichte noch nicht zu Ende erzählt war.

«A Murder at the End of the World» ist eine Mini-Serie, deshalb ist die Auflösung am Ende garantiert. Aufzulösen gibt es einiges: Wie die Liebe eines jungen Paars unglücklich endet. Und drei Morde bei einem exklusiven Treffen in einem Luxushotel auf Island.

Die beiden Ereignisse liegen sechs Jahre auseinander. Verknüpft sind sie über Darby und Bill. Sie waren einst ein Paar, das sich in einem Onlineforum gefunden hatte, in dem Serienmörder gejagt werden.

Ihre Suche nach einem Mörder wird in Rückblenden erzählt. Dabei geht es aber mehr darum, wie sich die Beziehung der beiden verändert und zuletzt auseinanderbricht.

Darby und Bill begegnen sich wieder bei einem Treffen, das der Tech-Guru Andy Ronson veranstaltet. Er hat die brillantesten Köpfe der Welt versammelt, um grosse Probleme der Menschheit anzugehen.

Daraus wird aber nichts, denn drei seiner Gäste werden ermordet. Darby beginnt ihre Nachforschungen.

Die Mysteryserie verliert sich leider etwas zu sehr in den verschiedenen Elementen, aus denen sie die Geschichte zimmert. Deshalb wirkt sie bald einmal etwas langfädig und wenig stringent.

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