⭐⭐⭐ (Disney+)
Es tönt vielversprechend, wenn Steven Knight, der für das Gangsterdrama «Peaky Blinders» verantwortlich zeichnete, mit einem Spionagethriller aufwartet. Da zudem die Hauptrolle mit Elisabeth Moss («Mad Men», «The Handmaid’s Tale») besetzt ist, keimt die leise Hoffnung auf, «The Veil» könnte die Nachfolge der Thrillerserie «Homeland» antreten, , die in den terrortraumatisierten USA nach dem 11. September 2001 spielte.
Claire Danes als CIA-Agentin Carrie Mathison war eine fantastische Hauptfigur. Cool und absolut unberechenbar. Die MI6-Agentin Imogen Salter (Moss) steht Carrie in Sachen Coolness und Selbstbewusstsein kaum nach. Und doch fasziniert sie nicht annähernd so sehr wie Carrie.
Das liegt weniger an Elisabeth Moss, die ihr Bestes gibt, sondern an einer uninspirierten Story und dem restlichen Personal, das reichlich eindimensional konzipiert ist. Mit einer Ausnahme: Adilah El Iderissi, Imogens Zielperson und Gegenspielerin.
Die Beziehung, die sich zwischen diesen beiden Frauen entwickelt, ist interessant. Das reicht aber nicht, um aus der Serie einen überzeugenden Thriller zu machen.
Der Fokus der Story liegt zu wenig auf den Spannungselementen, dafür zu sehr auf persönlichen Hintergrundgeschichten, die letztlich nett, aber nicht wahnsinnig mitreissend sind.
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