⭐⭐⭐ (Apple TV+)
Was ein wenig erstaunt an der zweiten Staffel von «Loot»: Es passiert eigentlich dasselbe wie in der ersten Staffel und doch fühlt man sich gut unterhalten. Die Konstellation mit der superreichen Molly, ihrem exzentrischen Assistenten und den Angestellten ihrer Wohltätigkeitsorganisation funktioniert ein weiteres Mal.
Einen grossen Anteil daran hat Hauptdarstellerin Maya Rudolph. Sie spielt lustvoll die Milliardärin, die zwar ihr Vermögen für die Bedürftigen ausgibt, aber immer noch genug auf der Seite hat, um sich jeglichen Luxus zu leisten. Und das sieht man ausgiebig.
Einiges mehr als ihre philanthropische Arbeit. Die wird in Worten erwähnt, aber nie in Bildern gezeigt. Über sämtliche zehn Episoden hinweg bekommt man keine:n einzige:n Obdachlose:n zu Gesicht. «Loot» ist eben keine Satire, sondern eine Sitcom.
Etwas mehr Gewicht als in Staffel 1 bekommen die weiteren Figuren. Logischerweise, denn so amüsant Molly ist, würde sich alles allein um sie drehen, wäre doch bald mal der Ofen aus.
Deshalb verliebt sich Sofia, die Direktorin der Stiftung, in einen Saxofon spielenden Architekten. Assistent Nicholas betreibt Herkunftsbewältigung. Cousin Howard wird Wrestlingveranstalter und Buchhalter Arthur gerät in ein grosses Liebesdilemma.
Dabei gibt es viel zu grinsen, aber es fehlt einiges für eine wirklich überzeugende Komödie.
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