⭐⭐⭐ (Prime Video)
«Wenn der Vater mit dem Sohne» scheint als Motiv für eine Serie ziemlich aus der Zeit gefallen. Wenn die Geschichte zudem noch im Handwerkermilieu angesiedelt ist, statt etwa in einem hippen Berliner Start-up, wundert man sich noch mehr, dass sich dafür Produzent:innen fanden. Aber vier Dinge gaben wohl den Ausschlag.
Erstens bis drittens: Moritz Bleibtreu. Seit Jahren kommt Bleibtreu immer gut an beim Publikum, und das meist zu Recht. Viertens: So altbacken wie es auf den ersten Blick scheinen mag, ist die Serie dann doch nicht. Dafür sorgt Viktors Sohn Mika mit seiner genderfluiden Erscheinung. Mika trägt Perlenkette und lackiert seine Fingernägel.
Viktor und Mika verbringen seit Neuestem viel Zeit miteinander. Mika, der bei der Mutter aufgewachsen ist, ist erst vor kurzem nach Berlin gezogen, wo er jetzt studiert. Nebenbei hilft er seinem Vater in seinem Einmann-Betrieb «Viktor bringt’s!». Er fährt den Lieferwagen, weil Viktor gerade der Führerschein entzogen worden ist. Bei ihren Touren treffen die beiden auf komplizierte Kund:innen und kommen sich wieder näher.
Man schaut den beiden und den vielen hochkarätigen Gästen amüsiert zu, wenn auch nur ein, zwei Episoden aufs Mal. Dann braucht’s eine Pause, weil es sonst zu eintönig wird. Für die am Schluss angedeutete zweite Staffel sollte das Autorenteam aber noch etwas mehr Witz in die Sache bringen.
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