⭐⭐⭐ (Disney+)
Disney und Marvel haben es geschafft, eine gelungene Serie über eine junge Superheldin und ihre kulturelle Herkunft zu produzieren. Das war allerdings vor zwei Jahren mit «Ms. Marvel».
«Echo» versucht zwar wieder, den kulturellen, diesmal indigenen, Hintergrund seiner Hauptfigur, aufzugreifen. Richtig zur Geltung kommt das Vermächtnis der Vorfahren allerdings nicht.
Das liegt daran, dass «Echo» sich nie wirklich entscheiden kann, was die Hauptfigur Maya Lopez alias Echo (Alaqua Cox) hauptsächlich prägt. Ihre Herkunft? Ihre körperliche Beeinträchtigung? Oder ihre Beziehung zum Ersatzvater, der ihren Vater umbringen liess?
Letztere ist nicht zuletzt dank Vincent D’Onofrio als Bösewicht Wilson Fisk, den man noch aus «Daredevil» in Erinnerung haben mag, sehr gelungen. Auch die mythisch aufgeladene Geschichte über Mayas indigene Herkunft wäre durchaus interessant.
Aber leider nimmt sich die Serie nicht die Zeit, die es brauchte, um all diese Elemente sinnvoll in eine Geschichte zu verpacken. «Echo» hat nur fünf Episoden und eine gesamte Laufzeit von gut drei Stunden.
Man bekommt den Eindruck, als habe Marvel irgendwie das Interesse an der Figur verloren. Oder «Echo» ist das erste Opfer der angekündigten Sparmassnahmen von Disney bei der Serienproduktion.
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