⭐⭐ (Prime Video)
Die erste Staffel von «Outer Range» konnte für sich in Anspruch nehmen, dass der Genremix von Western, Sci-Fi und einem Touch Family-Soap überraschend war. Dem konnte man zugestehen, dass sie etwas Zeit brauchte, um die Geschichte zu entwickeln.
Nachdem man die Abbotts und Tillersons und das wabernde Loch in der Weide kennt, müsste die zweite Staffel die Geschichte voranbringen. Stattdessen entwickelt sich der Plot nur zäh und schiebt eine Nebengeschichte nach der anderen ein.
Da fallen noch ein paar andere ist dieses Zeitreiseportal und landen in der Vergangenheit. Geldsorgen plagen die Abbotts, während sich die Tillerson-Brüder über eine Frau streiten.
All diese Plots scheinen einzig dem Zweck zu dienen, die eigentliche Geschichte nicht vorantreiben zu müssen: Den Konflikt zwischen Royal und Autumn, die sich als seine Enkelin aus der Zukunft entpuppt. So versucht diese zweite Staffel angestrengt, das Zeitreise-Mysterium am Leben zu erhalten und sich in eine dritte Staffel zu schleppen.
Die zweite Staffel von «Outer Range» hat meine Geduld überstrapaziert. Die Nebengeschichten und -figuren sind zu wenig interessant, als dass man sich davon vom Hauptplot ablenken lassen könnte. Und der Versuch von «Outer Range», die Auflösung des grossen Rätsels möglichst lange hinauszuzögern, ist am Ende nur ärgerlich.
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