⭐⭐⭐⭐⭐ (Canal+/Prime Video)
Wie «True Detective» ist auch «Fargo» ein sicherer Wert für hochstehende TV-Unterhaltung. Bei beiden Anthologieserien stellt sich jeweils nur die Frage, ob die neue Staffel gut oder grossartig ist.
Die fünfte Staffel von «Fargo» verdient sich das Prädikat «grossartig». Sie führt uns nach Minnesota ins Jahr 2019, wo Dorothy, genannt Dot, mit ihrem Mann Wayne und ihrer knapp zehnjährigen Tochter Scotty lebt.
Dot führt ein stinknormales Leben als Mutter und Hausfrau, bis sie wegen eines Zwischenfalls an der Schule auf dem Revier landet und ihre Fingerabdrücke in der Polizeidatenbank. Jetzt wird sie von ihrer Vergangenheit eingeholt.
Vor über zehn Jahren ist Dot vor ihrem gewalttätigen Ehemann geflohen. Dieser Roy Tillman ist nicht irgendwer, sondern ein mächtiger Sheriff in North Dakota. Als seine Ex-Frau in der Datenbank auftaucht, schickt er zwei Schergen los, die sie zurückholen sollen.
Juno Temple und Jon Hamm spielen diese Hauptfiguren grandios. Ein weiteres Highlight setzt Jennifer Jason Leigh als Dots reiche und arrogante Schwiegermutter.
«Fargo» überzeugt in der fünften Staffel mit einer düsteren Erzählung über häusliche Gewalt und Femizid, die aber wie in den besten Staffeln der Serie mit komischen, skurrilen und fantastischen Elementen erzählt wird. Dieser Mix besticht von der ersten bis zur letzten Minute.
Read More