⭐⭐⭐⭐ (Prime Video)
Eigentlich ist dieser Reacher (Alan Ritchson) eine bedauernswerte Figur. Sein einziger Besitz ist eine Zahnbürste und seine Freunde lassen sich an einer Hand abzählen. Dass das alles ehemalige Soldat:innen aus seiner Militärzeit sind, ist zwar als Hohelied auf die Kameradschaft gedacht, aber ich finde auch das eher traurig.
Um diese ach, so unverbrüchliche Gemeinschaft geht es nun in der zweiten Staffel. Reacher befehligte früher eine Einheit mit handverlesenen Mitgliedern, die als Militärpolizei besonders heikle Fälle aufklärte. Ein ehemaliges Mitglied dieser Einheit wird tot aufgefunden.
Reacher macht sich gemeinsam mit drei Mitgliedern seiner ehemaligen Einheit auf die Suche nach dem Mörder. Dabei stellt sich heraus, dass der noch weitere Kameraden von Reacher auf dem Gewissen hat.
Die Suche nach dem Verantwortlichen wird blutig, brutal und haarsträubend spannend. Genau das macht «Reacher» ja aus. Da wird nicht raffiniert ermittelt und kombiniert, um herauszufinden, wer die Bösewichte sind. Er bahnt sich den Weg mit Kopfschüssen und Faustkämpfen, an deren Ende der Gegner im Beton ersäuft wird.
Als moralischer Mensch darf man sich nicht zu viele Gedanken darüber machen, welche Grenzen Reacher regelmässig überschreitet. Wer keine Mühe hat mit einer gnaden- und gesetzlosen Killermaschine, wird gut unterhalten.
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