⭐⭐⭐ (Netflix)
Die Krimis von Harlan Coben werden seit einigen Jahren regelmässig für Netflix verfilmt. Der Autor hat mit dem Streamingdienst einen Vertrag über 14 Serien abgeschlossen.
«Fool Me Once» ist die Nummer 8 aus dieser Reihe. Und es gilt, was für die vorherigen Serien galt: Kann man sich anschauen, wenn man Lust auf Krimi hat. Man verpasst aber auch nichts, wenn man es bleiben lässt.
Denn Harlans Geschichten sind immer nach einem ähnlichen Muster gestrickt: ziemlich spannende Stories, die aber heillos überkonstruiert sind und die Glaubwürdigkeit oft stark strapazieren.
Diesmal geht es um eine junge Witwe, deren Ehemann bei einem Raubüberfall ermordet wurde. So scheint es. Denn kurz darauf taucht er auf einem Überwachungsvideo wieder auf.
Lebt er also noch? Eine Frage, die bald in den Hintergrund tritt, denn wahrscheinlich hat der Tod des Ehemannes mit dem Tod der Schwester der Witwe zu tun.
Möglicherweise ist aber noch viel wichtiger, was sich vor Jahrzehnten in einer Schule abspielte, die der Ehemann besuchte. Und was hat das alles mit dem Kriegstrauma der Witwe zu tun?
Fragen über Fragen, die Coben am Schluss einigermassen nachvollziehbar auflöst. Auch wenn alles wie gesagt sehr konstruiert ist, einen gewissen Unterhaltungswert muss man dem zugestehen.
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