⭐⭐⭐ (Netflix)
Spätestens seit Michelle Yeoh 2023 den Oscar für ihre Hauptrolle in der Sci-Fi-Komödie «Everything Everywhere All at Once» bekam, ist sie einem breiten Publikum bekannt. Wenn also eine Oscarpreisträgerin eine Netflix-Serie macht, muss man sich das sicher anschauen.
Yeoh spielt Eileen «Mama» Sun, die Ehefrau eines taiwanesischen Triaden-Oberhaupts. Sie hat das Land schon vor Jahren verlassen, weil sie ins Visier der anderen Triadengangs geriet. Mit ihrem jüngsten Sohn Bruce (Sam Song Li) ist sie in der Nähe von Los Angeles untergetaucht.
Ihr früheres Leben holt sie ein, als ein Mordanschlag auf ihren Mann verübt wird. Bevor er schwer verletzt ins Krankenhaus transportiert, schickt er seinen älteren Sohn Charles (Justin Chien) nach L.A., um seine Mutter zu warnen und zu beschützen.
Mit dem gegensätzlichen Bruderpaar, der eine ein Killer, der andere ein normaler Teenie, spielt die Serie zu Beginn äusserst amüsant. In der Mitte der Staffel werden die komödiantischen Elemente aber von immer mehr Action verdrängt.
Der Machtkampf unter den Triaden-Bossen gerät in den Vordergrund. Das kommt zwar Michelle Yeoh in ihrer Rolle zugute, aber die Serie verliert an Charme. Hätte sie ihren Humor durchgezogen, wäre «The Brothers Sun» eine sehr gelungene Show.
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